Weitsichtigkeit

Bei Weitsichtigkeit ist eine Fokussierungsanstrengung erforderlich. Der Augapfel ist entweder zu kurz und/oder die Hornhautkrümmung zu flach.

Was Sie über Weitsichtigkeit wissen sollten

Eine Weitsichtigkeit liegt vor, wenn der Augapfel zu kurz oder die Hornhautkrümmung zu flach ist. Die von einem Objekt durch die Hornhaut in das Auge einfallenden Lichtstrahlen bündeln sich erst hinter der Netzhaut zu einem scharfen Bild; das wahrgenommene Bild ist daher unscharf. Die meisten weitsichtigen Personen haben Schwierigkeiten, sich auf nahe gelegene Objekte zu konzentrieren. Bemerkenswerterweise haben stark weitsichtige Personen Mühe, in unmittelbarer Nähe befindliche und weiter entfernte Objekte scharf zu sehen. 

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Symptome und Behandlungen

Bei Weitsichtigkeit muss das Auge einen zusätzlichen Mechanismus bemühen, um vor allem in der Nähe scharf sehen zu können. Dieser Mechanismus, auch «Akkommodation» genannt, ist für das Auge sehr anstrengend und führt zu Sehermüdung, die sich Kopfschmerzen nach dem Lesen oder anderen Aufgaben äussern kann, die eine besondere Konzentration auf nahe gelegene Objekte erfordern, in schmerzenden oder sogar brennenden Augen.

Im Anschluss an die Voruntersuchung haben Betroffene drei Möglichkeiten zur Korrektur ihrer Weitsichtigkeit: optische Linsen (Brille), Kontaktlinsen oder refraktive Chirurgie. Eine Laserbehandlung ist möglich bei Personen über 20 Jahre, die seit mindestens 2 Jahren eine stabile Sehstärke aufweisen.

Die refraktive Chirurgie ist ein bewährtes, sicheres und schmerzfreies Verfahren, das eine Alternative zu Brillen und Kontaktlinsen darstellt und den Betroffenen zu einer besseren Lebensqualität verhilft.

Um die im jeweiligen Fall optimale Behandlung zu bestimmen, erfolgt zunächst eine gründliche Abklärung. Auf dieser Grundlage wird bei einem Laser-Eingriff eine gezielte Neumodellierung der Hornhaut vorgenommen, um ihre Wölbung zu verstärken und auf diese Weise das Bild wieder auf die Netzhaut zu fokussieren. Wenn keine Laserbehandlung möglich ist, wird ein intraokulares Implantat verwendet, das es ebenfalls gestattet, das Bild auf die Netzhaut zu fokussieren.

Vorgeschlagene Methoden

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Ihre Fragen zur Weitsichtigkeit

Kann Weitsichtigkeit fortschreiten?

Nein, Weitsichtigkeit hat keinen fortschreitenden Verlauf. Sie bereitet erst in späteren Lebensabschnitten Probleme, wenn das Auge grössere Schwierigkeiten mit dem «Scharfstellen» hat. Häufig wird eine Weitsichtigkeit erst mit dem Einsetzen der Alterssichtigkeit bemerkt. Dabei lässt übrigens auch das gute Weitsehvermögen stark weitsichtiger Personen nach.

Ist Weitsichtigkeit operabel?

Ja, definitiv. Bei einer Weitsichtigkeit wird im Rahmen der Laserbehandlung die Hornhautkrümmung verstärkt, sodass die Abbildung eines Objekts genau auf der Netzhaut erfolgt (Brennpunkt). Die am häufigsten verwendete Methode zur chirurgischen Korrektur der Weitsichtigkeit ist die LASIK mit oder ohne Femtosekundentechnik.

Ist Weitsichtigkeit erblich bedingt?

Weitsichtigkeit ist in manchen Fällen erblich bedingt und bei Kleinkindern verbreitet, weil deren Augäpfel kurz sind. Hier ist das Tragen von Korrekturlinsen erforderlich, da die Fehlsichtigkeit die Entwicklung von Schielen (Strabismus) fördern kann, wenn die Linse bei der Akkommodation zur Kompensation der Anomalie zu stark forciert wird.

Kurzsichtigkeit ist die häufigste Fehlsichtigkeit. Sie wird bewirkt durch einem zu langen Auge und/oder einer zu stark gekrümmten Hornhaut. Das Symptom ist eine verschwommene Sicht in der Ferne

Astigmatismus ist ein Krümmungsdefekt der Hornhaut. Im Falle eines Astigmatismus hat die Hornhaut, die kugelförmig sein sollte, eine ovale Krümmung.

Presbyopie ist eine häufige altersbedingte Fehlsichtigkeit, die sich ab dem 40. Lebensjahr in Form einer verminderten Nahsicht zeigt.

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